Nikko ist eine atemberaubende Bergstadt, die etwa 150 Kilometer nördlich von Tokio liegt und einen der lohnendsten Tagesausflüge von der Hauptstadt bietet. Die Stadt beherbergt einige der prächtigsten und aufwendigsten Shinto-Schreine und buddhistischen Tempel Japans, darunter den berühmten Toshogu-Schrein, der Tokugawa Ieyasu, dem Gründer des Edo-Shogunats, gewidmet ist. Der Schreinkomplex ist UNESCO-Weltkulturerbe und beeindruckt mit atemberaubenden Schnitzereien, Blattgold-Dekorationen und dem ikonischen Yomeimon-Tor, das allein schon stundenlang faszinieren kann. Neben den Schreinen ist Nikko von wunderschöner Naturlandschaft umgeben, darunter Zedernwälder, Berge und die beeindruckenden Kegon-Wasserfälle, einer der bekanntesten Wasserfälle Japans. Nikko eignet sich ideal für Reisende, die Geschichte, Kultur und Natur miteinander verbinden möchten. Geschichtsbegeisterte werden die tiefen Geschichten hinter den Schreinen schätzen, während Naturliebhaber die üppigen Landschaften und malerischen Wege genießen werden. Im Herbst bekommt die Stadt eine ganz besondere Magie, wenn das umliegende Laub sich in strahlende Rot- und Orangetöne verwandelt.

Die Anreise von Tokio aus ist unkompliziert. Du nimmst die Tobu Nikko Linie ab dem Bahnhof Asakusa, und mit einem Limited Express Zug erreichst du Nikko in etwa zwei Stunden. Alternativ kann der JR Pass für Shinkansen-Verbindungen nach Utsunomiya genutzt werden, von wo aus du mit einem Regionalzug nach Nikko weiterfährst. Ein ganzer Tag reicht gerade aus, um den Schreinkomplex zu besichtigen und die natürlichen Highlights zu erleben, daher empfiehlt sich ein früher Start.