Shinjuku ist wohl Tokios intensivstes und vielschichtigstes Viertel und bietet auf vergleichsweise engem Raum eine außergewöhnliche Bandbreite an Erlebnissen. Die Ostseite des Bahnhofs Shinjuku ist der Ort, an dem die Energie am spürbarsten ist. Kabukicho, Japans berühmtestes Unterhaltungs- und Nachtlebensviertel, ist ein Neonlicht-Labyrinth aus Izakayas, Karaoke-Bars, Host-Clubs und Kinos, das rund um die Uhr in Betrieb ist. Golden Gai ist ein kleines Netz unglaublich enger Gassen mit über 200 winzigen Bars, in denen jeweils nur eine Handvoll Menschen Platz findet und eine Atmosphäre entsteht, die sich anfühlt wie ein Sprung ins Tokio der 1950er Jahre. Das ist einer der stimmungsvollsten Orte der ganzen Stadt, um mit Fremden einen Drink zu teilen. Auf der Westseite des Bahnhofs dominieren schlanke Wolkenkratzer die Skyline, darunter das Tokyo Metropolitan Government Building mit kostenlosen Aussichtsplattformen und einem atemberaubenden Panoramablick über die Stadt. Der Shinjuku Gyoen, einer von Tokios beliebtesten Parks, liegt am südöstlichen Rand und ist besonders während der Kirschblütenzeit ein Traum.

Der Park verbindet japanische, französische und englische Gartenstile zu einer wunderschön gestalteten Grünfläche. Shinjuku beherbergt auch das lebhafte LGBTQ-Viertel Ni-chome mit einladenden Bars und einem starken Gemeinschaftsgefühl. Für Erstbesucher bietet Shinjuku einen Crashkurs in Tokios Widersprüchen: ruhige Gärten neben pulsierendem Nachtleben, alte Trinkkultur neben futuristischen Wolkenkratzern.