
Altstadtbummel, Karlsbrücke und abendliche Moldau-Schifffahrt

Erkunde Prags Altstädter Ring (Staroměstské náměstí), umgeben von gotischen und barocken Wahrzeichen, darunter die Kirche der Jungfrau Maria vor dem Teyn, die Nikolauskirche und das Jan-Hus-Denkmal. Am Altstädter Rathaus siehst du die Astronomische Uhr (Orloj) mit dem stündlichen Apostelumzug, bewegten Figuren sowie astronomischem und Kalender-Zifferblatt. Rechne mit Gedränge; komm früh.
Die gotische Kirche der Jungfrau Maria vor dem Teyn dominiert den Altstädter Ring und wirkt am besten vom Platz aus, wo ihre Zwillingstürme hinter einer Reihe historischer Häuser aufragen. Betrachte das Steinmaßwerk, die Fialen und die vergoldete Madonna am Giebel. Für nähere Blicke auf Portal und Mauerwerk gelangst du über den Teynhof (Ungelt) hinein.

Spaziere zur Goldenen Stunde über Prags Karlsbrücke und sieh zu, wie die Moldau, die Prager Burg und die Türme der Altstadt leuchten. Die steinerne Brücke aus dem 14. Jahrhundert, gesäumt von barocken Statuen, zieht Straßenmusiker und Künstler an. Komm etwas vor Sonnenuntergang, um dem Andrang zuvorzukommen, Platz auf dem Pflaster zu finden und Burg sowie Fluss im warmen Licht zu rahmen.
Besteige den gotischen Altstädter Brückenturm am Altstadtende der Karlsbrücke für weite Blicke über die Moldau, die Karlsbrücke, die Kleinseite und die Prager Burg. Der Zugang erfolgt über eine enge Treppe; Eintritt gegen Gebühr, mit saisonalen Öffnungszeiten. Geh früh oder zum Sonnenuntergang, um Menschenmengen zu vermeiden und die Wahrzeichen und Dächer der Stadt zu sehen.
Iss zu Abend in Malá Strana, dem historischen Viertel unterhalb der Prager Burg, in einer traditionellen Hospoda oder Kellerkneipe. Erwarte klassische tschechische Gerichte wie Svíčková (geschmortes Rind mit Sahnesauce), Rindergulasch, Schweinebraten mit Knödeln und Sauerkraut sowie Smažený sýr. Dazu passt ein Lager im Pilsner-Stil. Abends sind die Tische schnell belegt; Reservierungen sind ratsam.

Eine abendliche Moldau-Schifffahrt bietet beleuchtete Ausblicke auf Prags Wahrzeichen, darunter Karlsbrücke, Prager Burg, Nationaltheater und das Tanzende Haus. Die Fahrten dauern meist 50 bis 120 Minuten, wahlweise als einfache Sightseeing-Tour oder mit Abendessen. Die Boote legen von zentralen Uferpromenaden ab, oft nahe der Čech-Brücke oder am Rašínovo nábřeží, und bieten in der Regel mehrsprachige Audiokommentare.
In der Nähe des Altstädter Rings hol dir einen frischen Trdelník – gerollter Teig am Spieß gebacken, mit Zucker und Zimt überzogen, manchmal mit Eis oder Schokolade gefüllt – von Straßenständen rund um den Platz und auf dem Weg zur Karlsbrücke. Kombiniere ihn mit einem tschechischen Lager in einer nahegelegenen Pivnice; Biere im Pilsner-Stil und lokale Zapfbiere sind weit verbreitet und eignen sich für einen unkomplizierten Zwischenstopp.
Prager Burg, Petřín-Hügel, Letná-Aussichten, Musik am Abend
Der Veitsdom bildet das Zentrum der Prager Burg, eine über Jahrhunderte vollendete gotische Kathedrale. Hier fanden Krönungen böhmischer Könige statt; hier liegen der hl. Wenzel und der hl. Johann Nepomuk. Höhepunkte: Wenzelskapelle, Glasfenster von Alfons Mucha, das Goldene Tor mit Mosaik und der erklimmbare Südturm mit Panoramablicken.

Besuche zwei Highlights der Prager Burg: den Alten Königspalast, ehemaliger Sitz der böhmischen Herrscher mit der weitläufigen spätgotischen Wladislaw-Halle und Ort des Fenstersturzes von 1618, und die St.-Georgs-Basilika, eine romanische Kirche aus dem 10. Jahrhundert mit schlichtem Langhaus und königlichen Gräbern. Zugang mit Tickets für die Prager Burg; plane Zeit für die Sicherheitskontrolle ein.
Im Areal der Prager Burg ist das Goldene Gässchen (Zlatá ulička) eine schmale Gasse mit erhaltenen Häuschen aus dem 16. Jahrhundert, einst von Burgwachen und Handwerkern genutzt, heute mit kleinen Ausstellungen und Läden. Entlang der angrenzenden Wehrgänge und Türme findest du Waffenkammern und weite Blicke über die Altstadt und die Moldau. Zugang über Tickets für die Prager Burg; abends ist es ruhiger.
Iss zu Mittag im Hradschin, dem Burgviertel über Prag. Wähle traditionelle tschechische Gerichte wie Svíčková, Gulasch oder Schweinebraten mit Knödeln in historischen Häusern rund um die Plätze Hradčanské und Loretánské oder ruhigere Cafés in Nový Svět. Nähe der Burg bedeutet höhere Preise und Mittagsandrang; Seitenstraßen bieten oft besseres Preis-Leistungs-Verhältnis und Aussicht.
Gehe vom Burggelände die Nerudova-Straße hinab in die Kleinseite (Malá Strana), ein Kopfsteinpflasterweg gesäumt von barocken Stadthäusern, Palästen und historischen Hauszeichen. Benannt nach dem Schriftsteller Jan Neruda, führt die Straße zum Malostranské náměstí nahe der St.-Nikolaus-Kirche. Erwarte Botschaften, Cafés und Handwerksläden zwischen klassischen Laternen — tagsüber belebt, abends stimmungsvoll.

Besuche Prags Lennon-Mauer, ein sich ständig wandelndes Wandbild mit Beatles-inspirierter Kunst und Friedensbotschaften aus den 1980er-Jahren, unweit der Karlsbrücke auf der Kleinseite (Malá Strana). Gleich nebenan bietet die Insel Kampa Uferwege, Blicke auf die Brücke, historische Wassermühlen und das Museum Kampa mit moderner Kunst — ein entspannter kombinierter Spaziergang mit Fotostopps.
Nimm die Standseilbahn ab Újezd (Zwischenhalt Nebozízek) auf den Petřín-Hügel; reguläre Tickets des Prager Nahverkehrs gelten. Oben den 63,5 Meter hohen Petřín-Aussichtsturm (1891) über 299 Stufen oder per Aufzug erklimmen für Panoramablicke auf Prager Burg, Altstadt und die Moldau. Gärten und Cafés in der Nähe bieten sich als Ergänzung an.
Ein gemächlicher Aufstieg durch die Petřín-Gärten zum Aussichtspunkt am Strahover Kloster bietet weite Blicke auf die Prager Burg, die Altstadt und die Moldau. Starte bei Újezd (Standseilbahn verfügbar) und folge gepflasterten und Schotterwegen an Obstgärten und dem Rosengarten vorbei. 30–45 Minuten einplanen. Freier Zugang; unebene Wege. Erfrischungen in der nahegelegenen Strahover Klosterbrauerei.
Verkoste die vor Ort gebrauten St.-Norbert-Biere in der Strahover Klosterbrauerei im Strahover Kloster nahe der Prager Burg. Verkostungen umfassen typischerweise Amber, Dunkel, IPA und saisonale Spezialitäten aus kleinen Chargen. Kombiniere mit klassischer tschechischer Küche im Innenhof oder Restaurant. Brautradition seit dem 17. Jahrhundert; moderne Brauerei seit 2000 wiedereröffnet. Reservierung empfohlen.
Abendessen in Prags Altstadt bietet klassische tschechische Küche — Svíčková, Schweinebraten mit Knödeln, Gulasch — sowie internationale Menüs in historischen Lokalen nahe der Astronomischen Uhr; Reservierungen helfen in der Hochsaison. In Holešovice sind Bistros lockerer und moderner, mit saisonalen Gerichten, vegetarischen Optionen, Naturweinen und Craft-Bier. Preise moderat; etwa 10 % Trinkgeld ist üblich.
Erlebe Prags Klassikszene im Jugendstil-Gemeindehaus (Obecní dům) mit dem Smetana-Saal oder in historischen Kirchen wie St.-Nikolaus. Programme bieten meist Dvořák, Smetana, Mozart und Vivaldi, mit Kammerensembles oder Orgelkonzerten. Dauer etwa 60–90 Minuten; Smart Casual ist ausreichend. In der Hochsaison vorab buchen. Tickets vor Ort und online erhältlich.
Ruhige Sonntagsrunde, Jüdisches Viertel, Abreise nach dem Mittagessen
Erlebe die Karlsbrücke bei Sonnenaufgang mit ruhigen, klaren Blicken auf Prag, bevor die Menschenmengen ankommen. Gehe zwischen gotischen Türmen und barocken Statuen, mit der Moldau und der Prager Burg im weichen Morgenlicht. Ideal für Fotos und stille Momente; das Kopfsteinpflaster kann rutschig sein, also trage gutes Schuhwerk und nimm eine leichte Jacke mit.
Im Stadtteil Josefov gelegen, dient die Pinkas-Synagoge als Gedenkstätte; ihre Wände tragen die Namen der Holocaust-Opfer aus Böhmen und Mähren, zudem werden Kinderzeichnungen aus Theresienstadt gezeigt. Daneben bewahrt der Alte Jüdische Friedhof (1439–1787) dicht geschichtete Gräber und bedeutende Grabstätten, darunter die von Rabbi Judah Loew (Maharal). Beide Stätten gehören zum Jüdischen Museum in Prag.
Prags Altneu-Synagoge (Altneuschul) ist ein frühgotisches Wahrzeichen aus dem 13. Jahrhundert in Josefov und zählt zu den ältesten noch aktiven Synagogen Europas. Sie ist bekannt für die Legende vom Prager Golem und ihr charakteristisches Doppelschiffgewölbe; es finden weiterhin Gottesdienste statt. Es wird um angemessene Kleidung gebeten; Männer müssen den Kopf bedecken. Samstags und an jüdischen Feiertagen geschlossen; der Eintritt ist getrennt vom Jüdischen Museum.
Spaziere über den breiten Boulevard des Wenzelsplatzes in der Neustadt (Nové Město), gesäumt von Geschäften und Cafés und zentral in der tschechischen Geschichte, insbesondere der Samtenen Revolution von 1989. Gehe bergauf zur Reiterstatue des Heiligen Wenzel und zum neorenaissancezeitlichen Nationalmuseum (1885–1891) am oberen Ende des Platzes, dessen prächtige Fassade und Kuppel das Bild dominieren. Nächste Metro: Muzeum.