Vinohrady ist ein elegantes Wohnviertel östlich vom Zentrum – perfekt, wenn du Prag auch mal abseits des mittelalterlichen Kerns erleben willst, ohne auf schöne Architektur und angenehme, gut begehbare Straßen zu verzichten. Entstanden ist das Viertel vor allem Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Typisch sind breite Boulevards, Jugendstil- und Neorenaissance-Fassaden und eine Café-Kultur, die eher nach Alltag als nach Touristenprogramm wirkt. Ein guter Startpunkt ist der Platz Náměstí Míru mit der neugotischen Ludmila-Kirche und dem Vinohrady-Theater. Von dort kannst du entspannt durch baumgesäumte Straßen zu den Riegrovy Sady laufen – einer der besten Parks für Sonnenuntergänge mit Blick über die Skyline, die Burg in der Ferne inklusive.

Für Radfahrer sind die ruhigeren Straßen und die Wege durch die Parks besonders angenehm, auch als Verbindung Richtung Žižkov oder in die Innenstadt. Kulinarisch hat Vinohrady ebenfalls einiges drauf: moderne Bistros, Bäckereien, Weinbars und internationale Küche stehen ganz selbstverständlich neben klassischen tschechischen Lokalen – gerade abends macht das das Viertel richtig attraktiv. Wenn du auf Architektur stehst, wirst du die Details an den Mietshäusern und Villen lieben. Und wenn du gern über Märkte schlenderst, schau beim Bauernmarkt am Jiřího z Poděbrad vorbei: ein lebendiger Treffpunkt mit saisonalen Produkten und Streetfood.
Vinohrady passt besonders gut zu Wiederholungsbesuchern, Slow-Travelern und allen, die Sightseeing gern mit echtem Stadtalltag mischen. Hier geht’s weniger um die ganz großen Monumente, sondern um Atmosphäre: Morgenkaffee auf der Terrasse, lange Wege unter Kastanienbäumen und das Gefühl, Prag als moderne europäische Stadt zu erleben. Wenn du eine Pause von den Menschenmengen suchst, ohne gleich aus der Stadt rauszumüssen, findest du in Vinohrady eine entspannte, stilvolle Seite Prags – ideal für einen halben Tag oder auch als Basis für einen längeren Aufenthalt.